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<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de"><title>Literaturblog</title><link rel="alternate" type="text/html" href="http://literaturblog.kaywa.ch/"/><link rel="self" type="application/atom+xml" href="http://literaturblog.kaywa.ch/atom/"/><updated>2008-04-22T22:10:32Z</updated><id>http://literaturblog.kaywa.ch/</id><subtitle>Drei Monate lang publizieren sieben Schweizer Schriftsteller und Schriftstellerinnen t&#xE4;glich auf TAGI ONLINE ihre Tagebuchkolumnen. 
Mit Emil Zopfi, Simon Chen, Arja Lobsiger, Sabina Altermatt, Ruth Schweikert, Christoph Simon und Peter Zeindl</subtitle><generator>http://www.kaywa.com/?v=1.0</generator><rights>Copyright by KAYWA AG - Services for the mobile Internet</rights><entry><title></title><link rel="alternate" type="text/html" href="http://literaturblog.kaywa.ch/p112.html"/><id>http://literaturblog.kaywa.ch/p112.html</id><published>2008-04-22T22:10:32Z</published><updated>2008-04-22T22:10:32Z</updated><summary>E N D E

Liebe Literaturblog-Leser und -Leserinnen

Unser Literatur-Blog ist zu Ende. Sch&#xF6;n, dass Sie dabei waren. Falls...</summary><author><name>Sabina Altermatt</name></author><contributor><name>Sabina Altermatt</name></contributor><content type="xhtml" xml:lang="de"><div xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"><div xmlns="" align="center"><strong>E N D E</strong><br/></div>
<p xmlns=""><br/>
<em>Liebe Literaturblog-Leser und -Leserinnen<br/>
<br/>
Unser Literatur-Blog ist zu Ende. Sch&#xF6;n, dass Sie dabei waren. Falls Sie noch nicht genug haben:<br/></em></p>
<ul xmlns="">
<li><em>Das Blog ist auch als <strong>Buch</strong> <a target="_blank" href="http://www.elsterverlag.ch/buchbesprechungen/index.php?id=55">erh&#xE4;ltlich</a>.</em></li>
</ul>
<ul xmlns="">
<li><em>Sie k&#xF6;nnen uns pers&#xF6;nlich treffen: Heute, 23. April findet um 20 Uhr im Theater am Neumarkt in Z&#xFC;rich eine <strong>Podiumsdiskussion</strong> mit den LiteraturbloggerInnen statt.</em></li>
</ul>
<ul xmlns="">
<li><em>Oder wir sehen uns an der <strong>Bookparade</strong>, Start um 17.30 Uhr auf dem Hirschenplatz, Z&#xFC;rich. Lieblingsbuch nicht vergessen.</em><br/></li>
</ul></div></content></entry><entry><title>Letzte Buchstaben</title><link rel="alternate" type="text/html" href="http://literaturblog.kaywa.ch/arja-lobsiger/letzte-buchstaben.html"/><id>http://literaturblog.kaywa.ch/arja-lobsiger/letzte-buchstaben.html</id><published>2008-04-22T22:05:03Z</published><updated>2008-04-22T22:05:03Z</updated><summary>Dies ist mein letzter Blog, nach drei monatiger Bloggerei. Was sagt man zum Schluss? Ich mag keine Abschiede, habe aber gerne...</summary><author><name>Arja Lobsiger</name></author><contributor><name>Arja Lobsiger</name></contributor><content type="xhtml" xml:lang="de"><div xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml">Dies ist mein letzter Blog, nach drei monatiger Bloggerei. Was sagt man zum Schluss? Ich mag keine Abschiede, habe aber gerne das letzte Wort. Um nicht an den Abschied zu denken, schreibe ich, wie es mir als Blog Schreibende ergangen ist.<br xmlns=""/>
Der Gedanke, dass jeden Mittwoch ein neuer Text entstanden sein soll, begleitete mich durch manchen Sonntag. Auch montags liess er nicht von mir ab, nein, er machte es sich jetzt richtig gem&#xFC;tlich in meinem Kopf und verb&#xFC;ndete sich mit dem vern&#xFC;nftigen Teil meiner Gedanken. Gemeinsam klopften sie in den ung&#xFC;nstigsten Momenten an: &#x201E;Schreib jetzt den Blogeintrag.&#x201C;&#xA0; Nur selten habe ich ihnen Folge geleistet, mir erschienen andere Worte in meinem Kopf verg&#xE4;nglicher und so schob ich den Blogeintrag vor mir her. Am Dienstagmorgen setzte ich mich dann jeweils vor den Computer und begann zu schreiben. Manchmal waren die Worte sogleich da, als h&#xE4;tten sie darauf gewartet, geschrieben zu werden. An anderen Tagen kamen sie nur stockend auf das Papier und ich f&#xFC;hlte mich von ihnen bestraft und alleine gelassen. Oft war es aber nicht das Schreiben an sich, welches mir Worte verwehrte, sondern die Tatsache, von mir oder &#xFC;ber mich schreiben zu m&#xFC;ssen. Ich bemerkte: Das f&#xE4;llt mir auf einmal schwer. Nat&#xFC;rlich liegt meinen Texten immer ein Teil von mir zu Grunde, aber sie haben zu mir und meinem Alltag eine andere N&#xE4;he. In meinen Geschichten kann ich mich verstecken, ich kann vom Schrecklichen schreiben, aber auch &#xFC;ber meine geheimen W&#xFC;nsche.<br xmlns=""/>
Ist es &#xFC;berhaupt m&#xF6;glich, von mir zu schreiben, oder ist es immer gleich ein Konstrukt, sobald die Worte auf dem Papier stehen? Woher weiss ich, dass ich im Text bin? M&#xFC;sste ich &#xFC;ber jeden der Blogeintr&#xE4;ge den Titel &#x201E;Ich&#x201C; setzen k&#xF6;nnen? Mir erschienen meine Eintr&#xE4;ge manchmal l&#xFC;ckenhaft. Ich dachte: &#x201E;Das will ich erz&#xE4;hlen, so will ich es schreiben, aber irgendwie bin das doch gar nicht ich.&#x201C;<br xmlns=""/>
Es hat mich &#xDC;berwindung gekostet, aus den sch&#xFC;tzenden Mauern des Literatur Instituts zu treten, mich pl&#xF6;tzlich zu exponieren, einen Teil zu zeigen von mir, meine Texte im Internet zu sehen, wo jeder und jede sie lesen und kommentieren konnte.<br xmlns=""/>
Ich werde den Blog aber auch vermissen. Das Schreiben der Eintr&#xE4;ge hat mir Regelm&#xE4;ssigkeit in meinem Alltag geschenkt. Ich habe jede Woche einen Text geschrieben und publiziert. Das klingt vielleicht komisch, aber normalerweise muss ich nicht jede Woche einen Text abschliessen und ver&#xF6;ffentlichen. Auf einmal waren da Lesende, mir unbekannte Leserinnen und Leser. Es war aufregend und sch&#xF6;n zugleich, zu wissen, dass sie da sind. Ohne sie bin ich ja nur Schriftstellerin f&#xFC;r mich.<br xmlns=""/>
<br xmlns=""/></div></content></entry><entry><title>Bookparade! Jetzt buchen!</title><link rel="alternate" type="text/html" href="http://literaturblog.kaywa.ch/simon-chen/bookparade-jetzt-buchen.html"/><id>http://literaturblog.kaywa.ch/simon-chen/bookparade-jetzt-buchen.html</id><published>2008-04-21T22:05:39Z</published><updated>2008-04-21T22:05:39Z</updated><summary>
Bild: Notebook verneigt sich vor Buch
&#xA0;

Morgen begehen wir also den Welttag des Buches. Wir feiern einen Stoss Papier...</summary><author><name>Simon Chen</name></author><contributor><name>Simon Chen</name></contributor><content type="xhtml" xml:lang="de"><div xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"><h1 xmlns=""><img border="0" src="http://literaturblog.kaywa.ch/files/images/2008/3/mob62_1206789901.jpg"/></h1>
<p xmlns="" class="MsoBodyText"><span style="font-size: 10pt">Bild: Notebook verneigt sich vor Buch</span></p>
<p xmlns="" class="MsoBodyText">&#xA0;</p>
<p xmlns="" class="MsoNormal"/>
<p xmlns="" class="MsoNormal"><span style="font-size: 10pt">Morgen begehen wir also den Welttag des Buches. Wir feiern einen Stoss Papier in einem Kartonumschlag. Aber wenn</span> <span style="font-size: 10pt">Fremdenf&#xFC;hrer (21.Feb.), die Fernmeldung (17. Mai) und sogar die Bek&#xE4;mpfung von W&#xFC;stenbildung und D&#xFC;rre (17. Juni) ihren Welttag haben, so hat auch der Weltbuchtag seine Berechtigung. Er f&#xE4;llt &#xFC;brigens mit dem Tag des deutschen Bieres zusammen, aber das eine schliesst ja das andere nicht aus, ganz im Gegenteil.. Jedenfalls begehen wir den Tag des Buches im wortw&#xF6;rtlichen Sinn, denn wir marschieren morgen f&#xFC;r die Sache des Buches. Und zwar an der B&#xFC;cherparade..pardon..Bookparade (21. Feb. Internationaler Tag der Muttersprache). Die Bookparade, ein menschlicher B&#xFC;cherwurm, der sich durch Z&#xFC;richs Innenstadt schl&#xE4;ngeln wird und aus hoffentlich vielen vielen Librophilen besteht, die laut aus ihren Lieblingsb&#xFC;chern vorlesen. Sch&#xF6;ne Sache. Ich war letztes Jahr schon Mitl&#xE4;ufer und hab Tim Krohns wunderbare &#x201E;Quatemberkinder&#x201C; vor(mich her)getragen. Doch, die Bookparade, ich muss sagen, das hatte etwas. Ein murmelnder Strom lesender Menschen, den eine nahezu religi&#xF6;se Aura umh&#xFC;llte. Wie Mantra singende M&#xF6;nche zogen wir durchs Niederdorf, in vor der Brust gefalteten H&#xE4;nden die B&#xFC;cher, die heilig schienen.</span></p>
<p xmlns="" class="MsoNormal"><span style="font-size: 10pt">Bei einer Zwischenstation durfte ich dann die literarischen Raver weiter "aufpeitschen", per Megaphon gab ich einen Text &#xFC;ber sprechende B&#xFC;cher zum Besten. Ein Jahr zuvor, 2006, war ich in Sachen Buchtag mit zwei Slam-Kollegen in Z&#xFC;rcher Buchhandlungen unterwegs. Das war leider ein Flop, der Tag war wunderbar sonnig und die L&#xE4;den furchtbar leer. So wie Lesen und B&#xFC;cherkaufen ist auch der Erfolg einer Bookparade wetterabh&#xE4;ngig, wenn auch grade andersrum. Ich hoffe, wir werden morgen kein Aprilwetter haben, aber ich werde in jedem Fall wieder mitlaufen, mitlesen und schon fast traditionellerweise einen Text performen.</span></p>
<p xmlns="" class="MsoNormal"><span style="font-size: 10pt">Der Welttag des Buches soll Menschen aus B&#xFC;ros in Buchhandlungen und Bibliotheken locken. F&#xFC;r die Bookparade sollen Internetuser auf die Strasse streamen, sollen ihren Blick vom Bildschirm in Buchseiten lenken, sollen erkennen, dass die computergenerierte Virtualit&#xE4;t nicht zu vergleichen ist mit derjenigen, die im eigenen Kopf entsteht, wenn man ein Buch liest. Aber am besten w&#xE4;re es, wenn der Weltbuchtag Nichtleser dazu motivieren k&#xF6;nnte, zu einem Buch zu greifen. Die Bookparade, der B&#xFC;cherwurm aus lauter Leseratten, soll den Krankheitserreger Lesefieber unters Volk bringen! Wer liest, versetzt sich in andere Menschen und wer sich in andere Menschen versetzt, bleibt offen und liefert damit einen Beitrag zum Weltfrieden. Amen.</span></p>
<p xmlns="" class="MsoNormal"><span style="font-size: 10pt">Deshalb: kommen sie morgen Mittwoch 23. April um 17.30 zum Hirschenplatz in Z&#xFC;rich, werden Sie Teil des B&#xFC;cherwurms und verl&#xE4;ngern Sie ihn! Kommen Sie zahlreich und bei jedem Wetter,</span> <span class="initial"><span style="font-size: 10pt">ein Buch wird gerne in Kauf nehmen, nass zu werden (Welttag der</span></span> <span style="font-size: 10pt">Feuchtgebiete, 2.Feb.)</span> <span style="font-size: 10pt"><span style="font-size: 10pt">solange es nur aufgeklappt und gelesen wird, statt verschlossen vor sich hinzustauben.</span><!--[if !supportEmptyParas]--> <!--[endif]--></span></p>
<p xmlns="" class="MsoNormal"><span style="font-size: 10pt">So, die dreizehn Dienst(t)age sind um, ich bedanke mich ganz herzlich f&#xFC;r ihre Aufmerksamkeit und w&#xFC;nsche uns allen einen erlesenen Tag des Buches!</span></p>
<p xmlns="" class="MsoNormal"><span style="font-size: 10pt">Simon Chen</span></p>
<h1 xmlns=""><!--[if !supportEmptyParas]--> <!--[endif]--></h1></div></content></entry><entry><title>Buch</title><link rel="alternate" type="text/html" href="http://literaturblog.kaywa.ch/emil-zopfi/buch.html"/><id>http://literaturblog.kaywa.ch/emil-zopfi/buch.html</id><published>2008-04-20T22:05:53Z</published><updated>2008-04-20T22:05:53Z</updated><summary>Literatur lebt auch ohne B&#xFC;cher, dieser Blog ist der beste Beweis. Diese Geschichten, Erinnerungen, Gedanken und...</summary><author><name>Emil Zopfi</name></author><contributor><name>Emil Zopfi</name></contributor><content type="xhtml" xml:lang="de"><div xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml">Literatur lebt auch ohne B&#xFC;cher, dieser Blog ist der beste Beweis. Diese Geschichten, Erinnerungen, Gedanken und Tagebuchnotizen existieren ohne Papier und Druckfarbe. Dass daraus auch ein Buch werden soll, hat mit dem &#xAB;Welttag des Buches&#xBB; zu tun, der Anlass f&#xFC;r dieses Projekt bot. Doch der Widerspruch ist offensichtlich: Wir zelebrieren das Buch auf dem Medium seiner Abschaffung, indem wir Netzliteratur produzieren. Tag der Kranken, Tag der Menschenrechte, Tag der Arbeiterbewegung, Tag des Buches: was immer Gefahr l&#xE4;uft, unterzugehen im Get&#xF6;se der Welt, wird zum Gedenktag erhoben. Hat das Buch das n&#xF6;tig?<br xmlns=""/>
Offenbar schon. Technisch gesehen ist der zwischen zwei Buchdeckeln gebundene Datentr&#xE4;ger auf Papier l&#xE4;ngst veraltetet. Selbst die Literatur braucht ihn nicht mehr zwingend, viele Autorinnen und Autoren betreiben inzwischen ihre kreative Homepage oder &#xAB;bloggen&#xBB;. F&#xFC;r lupenreine Netzautoren und -autorinnen ist das gedruckte Buch ohnehin so was wie die Bibel f&#xFC;r den Teufel. Slampoeten rezitieren papierlos. Genauso wie die M&#xFC;tter und Grossv&#xE4;ter, die aus dem Stegreif ihre Kinder und Enkel mit Geschichten unterhalten und erziehen.<br xmlns=""/>
Vor etwa zehn Jahren hat man schon einmal das Ende des Buchs verk&#xFC;ndet, auch ich hielt Grabreden. Das eBook kam auf den Markt, eine Art Laptop zum Aufklappen mit mobilem Netzanschluss zu elektronischen Bibliotheken, die jedes Buch der Welt auf den Schirm zaubern k&#xF6;nnen, gegen angemessene Geb&#xFC;hr. Oder gar gratis, so wie man heute Musik f&#xFC;rs ganze Leben auf den iPod herunterladen kann. Ein bestechender Gedanke: Ich sitze am Mount Everest im Biwak, f&#xFC;r Tage im Schneesturm blockiert, lade mir zum Zeitvertreib schnell den neuen Philip Roth runter. Das eBook war ein Flop, die Zeit offenbar noch nicht reif, das Angebot d&#xFC;rftig, die technischen Standards noch nicht klar.<br xmlns=""/>
Ist das Buch gerettet? Ich weiss es nicht. Auch das Mobiltelefon war zu Anbeginn ein Flop. Fach- und wissenschaftliche Literatur liegt l&#xE4;ngst im Netz, jetzt verzichtet sogar der ehrw&#xFC;rdige Brockhaus auf eine gedruckte Ausgabe und stellt sein in zweihundert Jahren gesammeltes Wissen online gratis zur Verf&#xFC;gung &#x2013; finanziert durch Werbung. Ist die werbefinanzierte Literatur der Anfang vom Ende der Buchkultur?<br xmlns=""/>
Oder war schon der Fall der Buchpreisbindung der erste Schritt ins B&#xFC;chergrab? Killt die Globalisierung den Rest des lebendigen lokalen Literaturschaffens? Kulturpessimismus hilft gewiss nicht weiter. Vielleicht ist der Gedanke sogar tr&#xF6;stlich, dass Literatur auch ohne gedruckte B&#xFC;cher leben wird, allenfalls erg&#xE4;nzt durch &#xAB;Books on Demand&#xBB; f&#xFC;r jene, die gern Papier zwischen den Fingern sp&#xFC;ren, wenn sie im Bett oder am Strand Geschichten lesen. Denn der Mensch braucht Geschichten, in welcher Form auch immer. &#xAB;So lange es noch Geschichten gibt, so lange gibt es noch M&#xF6;glichkeiten&#xBB;, sagt Peter Bichsel in seinen Frankfurter Poetikvorlesungen. So lange es Geschichten gibt, k&#xF6;nnen wir hoffen.<br xmlns=""/>
Selbst Diktaturen, die B&#xFC;cher verbrennen liessen, haben es nicht geschafft, alle Autorinnen und Autoren zum Schweigen zu bringen. Sie haben ihre Texte im Untergrund getippt oder von Hand kopiert und weitergereicht. Der politische Witz, das revolution&#xE4;re Gedicht oder Lied brauchte kein Papier. F&#xFC;r totalit&#xE4;re Regimes ist das Internet heute die gr&#xF6;ssere Bedrohung als das Buch. Darum wird auch die Diktatur der globalen M&#xE4;rkte die Literatur nicht t&#xF6;ten.<br xmlns=""/>
<br xmlns=""/></div></content></entry><entry><title>Zum Schluss ein Anfang</title><link rel="alternate" type="text/html" href="http://literaturblog.kaywa.ch/peter-zeindler/zum-schluss-ein-anfang.html"/><id>http://literaturblog.kaywa.ch/peter-zeindler/zum-schluss-ein-anfang.html</id><published>2008-04-19T22:05:50Z</published><updated>2008-04-19T22:05:50Z</updated><summary>Nach Schreiben "&#xFC;ber", das Schreiben an sich: So beginnt (vorl&#xE4;ufig) mein neuer Roman...
Das Gesicht des Mannes in...</summary><author><name>Peter Zeindler</name></author><contributor><name>Peter Zeindler</name></contributor><content type="xhtml" xml:lang="de"><div xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"><p xmlns=""><em><font size="3"><font face="Times New Roman">Nach Schreiben "&#xFC;ber", das Schreiben an sich: So beginnt (vorl&#xE4;ufig) mein neuer Roman...</font></font></em></p>
<p xmlns=""><font face="Times New Roman" size="3">Das Gesicht des Mannes in Weiss dr&#xFC;ckte Erstaunen, Begeisterung und Besorgnis zugleich aus. Er fixierte den Monitor, schloss dann das linke Auge wie ein Sch&#xFC;tze, der &#xFC;ber Visier und Korn sein Ziel sucht, sch&#xFC;ttelte den Kopf, immer wieder. Endlich senkte er den Blick und betrachtete wohlgef&#xE4;llig den Unterleib seines Patienten, der mit angehaltenem Atem die Diagnose erwartete.</font></p>
<p xmlns=""><font face="Times New Roman" size="3">&#x201E;So etwas habe ich noch nie gesehen! Einmalig!&#x201C;</font></p>
<p xmlns=""><font face="Times New Roman" size="3">Das war noch immer kein medizinisch &#xFC;berzeugendes Urteil. Der Arzt brauchte wohl Zeit, bis er sich wieder gefasst hatte. Jetzt schaute er verkl&#xE4;rt, als ob er soeben eine weltver&#xE4;ndernde wissenschaftliche Entdeckung gemacht h&#xE4;tte. Noch immer ruhte das Ultraschallger&#xE4;t mit der feuchten Sonde oberhalb von Hypolit Froschauers Penis, der schlaff und unerheblich dalag. Hypolit erinnerte sich an ein fr&#xFC;hes Foto, das sein Vater gemacht hatte: Der gefeierte Stammhalter des Geschlechts der Froschauer, acht Wochen alt, lag r&#xFC;cklings nackt auf dem Wickeltisch, mit ge&#xF6;ffneten Beinen, der scheinbar &#xFC;berdimensionierte Geschlechtsteil, designierter Garant des &#xDC;berlebens der Familie, ungesch&#xFC;tzt dem fotografierenden Vater dargeboten. Eine Dokumentation, die verpflichtete. Eine uneingel&#xF6;ste Hypothek.</font></p>
<p xmlns="" align="center"><font face="Times New Roman" size="3">&#x201E;Ihre Blase erinnert mich an die Antike &#x2013; ich weiss nur nicht weshalb,&#x201C;&#xA0; sagte der Arzt beina-</font></p>
<p xmlns=""><font face="Times New Roman" size="3">he feierlich. &#x201E;Irgendwie archaisch.&#x201C;</font></p>
<p xmlns=""><font face="Times New Roman" size="3">Dieser unvermittelte Ausflug in eine historisch weit zur&#xFC;ckliegende &#xC4;ra kam &#xFC;berraschend und traf Hypolit an einer neuralgischen Stelle seiner Biographie, und so war es naheliegend, dass ihm seine Assoziationen umgehend Gustav Schwabs Standardwerk &#x201E;Die Sagen des klassischen Altertums&#x201C; aufdr&#xE4;ngten. Dieser Band hatte ihn in seiner Jugend wie ein dr&#xE4;uender Schatten begleitet, war ihm vom Vater, dem&#xA0; eine umfassende Allgemeinbildung alles bedeutete hatte, aufgedr&#xE4;ngt worden. Hypolit war noch heute ein ewiger Gefangener dieses antiken Territoriums, auf das ihn ja schon sein Vorname festlegte, den ihm sein Vater gegen den Willen der Mutter, die einen biblischen Namen wie Samuel oder Johann vorgezogen h&#xE4;tte, verpasst hatte.</font></p>
<p xmlns=""><font face="Times New Roman" size="3">Oskar Froschauer hatte diesen Namen aus Schwabs &#x201E;Sagen des Klassischen Altertums&#x201C; herausdestilliert: Hippolytos, Sohn des Theseus, unschuldig und sch&#xF6;n von Gestalt.</font></p>
<p xmlns=""><font face="Times New Roman" size="3">&#x201E;Schauen Sie!&#x201C; befahl der Gott in Weiss und zeigte mit spitzem Finger auf den Bildschirm.</font></p>
<p xmlns=""><font face="Times New Roman" size="3">Hypolit sollte jetzt also Fernsehen. Wie fern?</font></p>
<p xmlns=""><font face="Times New Roman" size="3">&#x201E;Das ist ja wie zuhause vor dem Bildschirm&#x201C;, murmele Hypolit ausweichend. Er wollte nur Zeit gewinnen.</font></p>
<p xmlns=""><font face="Times New Roman" size="3">&#x201E;Ja, ein bisschen wie Television&#x201C;, l&#xE4;chelte Dr. Blarer. &#x201E;Ich habe ihre Blase gescannt, und die Sonde erzeugt ein zweidimensionales Schnittbild. Das ist das sogenannte Echo &#x2013; Impuls &#x2013; Verfahren.&#x201C;</font></p>
<p xmlns=""><font face="Times New Roman" size="3">Hypolit drehte den Kopf und betrachten seine Blase, die gar nicht so aussah, wie Blasen aussehen sollten, ein kompaktes Gebilde. Seine Blase hatte Seiteng&#xE4;nge, Nischen, Narben.</font></p>
<p xmlns=""><font face="Times New Roman" size="3">&#x201E;Nicht wahr?&#x201C; sagte Dr. Blarer, und wieder klang Stolz in seiner Stimme mit, als ob er der Erfinden dieses zerkl&#xFC;fteten Gebildes sei. &#x201E;Diese Verzweigungen. Mysteri&#xF6;s. Geheimnisvoll.&#x201C;</font></p>
<p xmlns=""><font face="Times New Roman" size="3">&#x201E;Sie haben recht, Doktor&#x201C;, sagte Hypolit mit schwacher Stimme. &#x201E;Ein Labyrinth!&#xA0; Und da hockt Minotaurus, das Ungeheuer in Gestalt eines Menschen, ein bisschen Mensch, ein bisschen Stier, Gefangener des Labyrinths.&#x201C;</font></p>
<p xmlns=""><font face="Times New Roman" size="3">&#x201E;Respekt!&#x201C; antwortete Dr. Blarer. &#x201E;Ich habe eigentlich an die H&#xF6;lllochgrotten gedacht. Oder irgendwo an Frankreichs K&#xFC;ste gibt es auch solche Grotten, vielfach verzweigt, in denen man sich verirren kann. Eine Verwechslung. Aber Sie denken in die richtige Richtung: Minotaurus &#x2013; ein Mensch mit dem Kopf eines Stiers?&#x201C;</font></p>
<font xmlns="" size="3"><font face="Times New Roman">&#xA0;<br/></font></font></div></content></entry><entry><title>Zum Schluss ein Anfang</title><link rel="alternate" type="text/html" href="http://literaturblog.kaywa.ch/peter-zeindler/zum-schluss-ein-anfang-1.html"/><id>http://literaturblog.kaywa.ch/peter-zeindler/zum-schluss-ein-anfang-1.html</id><published>2008-04-19T22:05:50Z</published><updated>2008-04-19T22:05:50Z</updated><summary>Nach Schreiben "&#xFC;ber", das Schreiben an sich: So beginnt (vorl&#xE4;ufig) mein neuer Roman...
Das Gesicht des Mannes in...</summary><author><name>Peter Zeindler</name></author><contributor><name>Peter Zeindler</name></contributor><content type="xhtml" xml:lang="de"><div xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"><p xmlns=""><em><font size="3"><font face="Times New Roman">Nach Schreiben "&#xFC;ber", das Schreiben an sich: So beginnt (vorl&#xE4;ufig) mein neuer Roman...</font></font></em></p>
<p xmlns=""><font face="Times New Roman" size="3">Das Gesicht des Mannes in Weiss dr&#xFC;ckte Erstaunen, Begeisterung und Besorgnis zugleich aus. Er fixierte den Monitor, schloss dann das linke Auge wie ein Sch&#xFC;tze, der &#xFC;ber Visier und Korn sein Ziel sucht, sch&#xFC;ttelte den Kopf, immer wieder. Endlich senkte er den Blick und betrachtete wohlgef&#xE4;llig den Unterleib seines Patienten, der mit angehaltenem Atem die Diagnose erwartete.</font></p>
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<p xmlns=""><font face="Times New Roman" size="3">Das war noch immer kein medizinisch &#xFC;berzeugendes Urteil. Der Arzt brauchte wohl Zeit, bis er sich wieder gefasst hatte. Jetzt schaute er verkl&#xE4;rt, als ob er soeben eine weltver&#xE4;ndernde wissenschaftliche Entdeckung gemacht h&#xE4;tte. Noch immer ruhte das Ultraschallger&#xE4;t mit der feuchten Sonde oberhalb von Hypolit Froschauers Penis, der schlaff und unerheblich dalag. Hypolit erinnerte sich an ein fr&#xFC;hes Foto, das sein Vater gemacht hatte: Der gefeierte Stammhalter des Geschlechts der Froschauer, acht Wochen alt, lag r&#xFC;cklings nackt auf dem Wickeltisch, mit ge&#xF6;ffneten Beinen, der scheinbar &#xFC;berdimensionierte Geschlechtsteil, designierter Garant des &#xDC;berlebens der Familie, ungesch&#xFC;tzt dem fotografierenden Vater dargeboten. Eine Dokumentation, die verpflichtete. Eine uneingel&#xF6;ste Hypothek.</font></p>
<p xmlns="" align="center"><font face="Times New Roman" size="3">&#x201E;Ihre Blase erinnert mich an die Antike &#x2013; ich weiss nur nicht weshalb,&#x201C;&#xA0; sagte der Arzt beina-</font></p>
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<p xmlns=""><font face="Times New Roman" size="3">Oskar Froschauer hatte diesen Namen aus Schwabs &#x201E;Sagen des Klassischen Altertums&#x201C; herausdestilliert: Hippolytos, Sohn des Theseus, unschuldig und sch&#xF6;n von Gestalt.</font></p>
<p xmlns=""><font face="Times New Roman" size="3">&#x201E;Schauen Sie!&#x201C; befahl der Gott in Weiss und zeigte mit spitzem Finger auf den Bildschirm.</font></p>
<p xmlns=""><font face="Times New Roman" size="3">Hypolit sollte jetzt also Fernsehen. Wie fern?</font></p>
<p xmlns=""><font face="Times New Roman" size="3">&#x201E;Das ist ja wie zuhause vor dem Bildschirm&#x201C;, murmele Hypolit ausweichend. Er wollte nur Zeit gewinnen.</font></p>
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<p xmlns=""><font face="Times New Roman" size="3">Hypolit drehte den Kopf und betrachten seine Blase, die gar nicht so aussah, wie Blasen aussehen sollten, ein kompaktes Gebilde. Seine Blase hatte Seiteng&#xE4;nge, Nischen, Narben.</font></p>
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<p xmlns=""><font face="Times New Roman" size="3">&#x201E;Sie haben recht, Doktor&#x201C;, sagte Hypolit mit schwacher Stimme. &#x201E;Ein Labyrinth!&#xA0; Und da hockt Minotaurus, das Ungeheuer in Gestalt eines Menschen, ein bisschen Mensch, ein bisschen Stier, Gefangener des Labyrinths.&#x201C;</font></p>
<p xmlns=""><font face="Times New Roman" size="3">&#x201E;Respekt!&#x201C; antwortete Dr. Blarer. &#x201E;Ich habe eigentlich an die H&#xF6;lllochgrotten gedacht. Oder irgendwo an Frankreichs K&#xFC;ste gibt es auch solche Grotten, vielfach verzweigt, in denen man sich verirren kann. Eine Verwechslung. Aber Sie denken in die richtige Richtung: Minotaurus &#x2013; ein Mensch mit dem Kopf eines Stiers?&#x201C;</font></p>
<font xmlns="" size="3"><font face="Times New Roman">&#xA0;<br/></font></font></div></content></entry><entry><title>Fragen</title><link rel="alternate" type="text/html" href="http://literaturblog.kaywa.ch/christoph-simon/fragen.html"/><id>http://literaturblog.kaywa.ch/christoph-simon/fragen.html</id><published>2008-04-18T22:05:58Z</published><updated>2008-04-18T22:05:58Z</updated><summary>Manche Tage eines Berufsschriftstellers bestehen darin, Fragen an ihm pers&#xF6;nlich unbekannte Literaturbloglesende zu...</summary><author><name>Christoph Simon</name></author><contributor><name>Christoph Simon</name></contributor><content type="xhtml" xml:lang="de"><div xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"><p xmlns="" class="MsoNormal"><span style="font-family: &quot;Times New Roman&quot;">Manche Tage eines Berufsschriftstellers bestehen darin, Fragen an ihm pers&#xF6;nlich unbekannte Literaturbloglesende zu richten, die ihm, wie er hat erfahren d&#xFC;rfen, gern und bestimmt Antwort geben.</span></p>
<p xmlns="" class="MsoNormal"/>
<p xmlns="" class="MsoNormal"><span style="font-family: &quot;Times New Roman&quot;">Liebe Literaturbloglesende:</span></p>
<p xmlns="" class="MsoNormal"><span style="font-family: &quot;Times New Roman&quot;">Abgesehen von den scharfen Kanten, an die man st&#xF6;&#xDF;t &#x2013; ist die Welt sonst gut und warm?<br/></span></p>
<p xmlns="" class="MsoNormal"><span style="font-family: &quot;Times New Roman&quot;">Wurden Sie rasch, angenehm und gr&#xFC;ndlich in der sch&#xF6;nen Literatur gebildet, zu guten Sitten gef&#xFC;hrt, mit Fr&#xF6;mmigkeit erf&#xFC;llt? Wurde Ihnen die Poesie mit Beispielen aus den mathematischen und chemischen K&#xFC;nsten dargetan? Oder waren Eichen und Buchen Ihre Lehrerinnen, indem Sie in den W&#xE4;ldern sich ergingen und studierten?</span></p>
<p xmlns="" class="MsoNormal"><span style="font-family: &quot;Times New Roman&quot;"><br/>
Bei welchem Filmemacher, bei welcher Buchautorin, bei welcher Musikgruppe sind Sie daran interessiert, dass diese Geheimtipp bleiben, und dass Sie zu den wenigen geh&#xF6;ren, die den Tipp kennen?</span></p>
<p xmlns="" class="MsoNormal"><span style="font-family: &quot;Times New Roman&quot;">Welchen B&#xFC;chern verdanken Sie Nachdenklichkeit?</span></p>
<p xmlns="" class="MsoNormal"><span style="font-family: &quot;Times New Roman&quot;">Gibt es Menschen in Ihrem Umfeld, von denen Sie mit absoluter Sicherheit wissen, dass sie Ihnen nie etwas Interessantes erz&#xE4;hlen werden?</span></p>
<p xmlns="" class="MsoNormal"><span style="font-family: &quot;Times New Roman&quot;">Wo verstecken Sie intime Aufzeichnungen? Hinter dem Spiegel?</span></p>
<p xmlns="" class="MsoNormal"><span style="font-family: &quot;Times New Roman&quot;">Wen haben Sie wider Erwarten nie mehr wiedergesehen?</span></p>
<p xmlns="" class="MsoNormal"><span style="font-family: &quot;Times New Roman&quot;">Sch&#xE4;men Sie sich, wenn Sie sich den Inhalt von B&#xFC;chern und Filmen nicht vergegenw&#xE4;rtigen k&#xF6;nnen?</span></p>
<p xmlns="" class="MsoNormal"><span style="font-family: &quot;Times New Roman&quot;">Was wissen Sie &#xFC;ber Mikrophone, Smartphones, Wanzen und Menschen, die Sie aus dem Lieferwagen vor Ihrem Haus mit Feldstechern &#xFC;berwachen?</span></p>
<p xmlns="" class="MsoNormal"><span style="font-family: &quot;Times New Roman&quot;">The traveller arriving with nothing &#x2013; wieso gibt&#x2019;s keinen &#x201E;swiss way of life&#x201C;, keine vom-Tellerw&#xE4;scher-zum-Million&#xE4;r-Geschichtentradition in der Schweizer Literatur? Weil es hier nie ein Asylant zum Million&#xE4;r bringt?</span></p>
<p xmlns="" class="MsoNormal"><span style="font-family: &quot;Times New Roman&quot;">Welche B&#xFC;cher und Zeitschriften halten Sie hinter Schloss und Riegel?</span></p>
<p xmlns="" class="MsoNormal"><span style="font-family: &quot;Times New Roman&quot;">Welches Verbrechen sind Sie willens, baldm&#xF6;glichst zu wiederholen?</span></p>
<p xmlns="" class="MsoNormal"><span style="font-family: &quot;Times New Roman&quot;">Konsumieren Sie Medikamente unter- oder &#xFC;berdosiert?</span></p>
<p xmlns="" class="MsoNormal"><span style="font-family: &quot;Times New Roman&quot;">F&#xFC;rchten sich die Menschen im Dunkeln vor Ihnen? L&#xF6;schen Sie das Licht und sagen Sachen wie &#x201E;die Zahl Null existiert nicht&#x201C;, oder &#x201E;im Jahre 7515 seit Anbeginn der Welt&#x201C;?</span></p>
<p xmlns="" class="MsoNormal"><span style="font-family: &quot;Times New Roman&quot;">Legen Sie Reissn&#xE4;gel auf die Stra&#xDF;e, damit Fahrradreifen sich dran wund schneiden?</span></p>
<p xmlns="" class="MsoNormal"><span style="font-family: &quot;Times New Roman&quot;">Wenn Sie sich einen Revolver in den Mund steckten, um sich, wie man so treffend sagt, &#x201E;das Hirn wegzupusten&#x201C;, w&#xFC;rden Sie dann den Lauf nur so leicht mit den Lippen umschlie&#xDF;en, oder mit den Z&#xE4;hnen darauf beissen? Erwarten Sie Metall- oder Schmierfettgeschmack im Mund?</span></p>
<p xmlns="" class="MsoNormal"><span style="font-family: &quot;Times New Roman&quot;">Sehen Sie Zusammenh&#xE4;nge, wo Menschen in Ihrem Umfeld keine sehen? Wuchert zum Beispiel der Holunder am niedergetretenen Zaun, weil Gro&#xDF;mutter einen Apfel sch&#xE4;lt? Quietscht das Gartentor, weil die Kreidezeichen am Schuppen verwischt wurden? W&#xE4;chst Moos &#xFC;ber die Steine, weil Sie ein Angebot ausgeschlagen haben? Schwimmen die Fische bauchoben im Teich, weil Sie freih&#xE4;ndig fahren?</span></p>
<p xmlns="" class="MsoNormal"><span style="font-family: &quot;Times New Roman&quot;">M&#xFC;ssen Sie im Kino immer ganz schief sitzen, um dem Knie der Nachbarsperson zu entgehen?</span></p>
<p xmlns="" class="MsoNormal"><span style="font-family: &quot;Times New Roman&quot;">Liebe Literaturbloglesende: Zu welchem Zweck geboren? Um auszusprechen, was keiner h&#xF6;ren will? Um Jahreszahlen und Ereignisse von sich zu geben, wie man&#x2019;s gelernt hat, und als Genie bezeichnet werden? Um zu sehen, wie die Menschen einander umbringen? Um die Dinge, nach denen man sich sehnt, nicht zu bekommen? Um als grosser starker Mann auf dem Meer Wellen zu reiten? Um eine Medaille zu bekommen und sagen zu k&#xF6;nnen: &#x201E;Ich habe hart daf&#xFC;r trainiert&#x201C;? Um den eigenen Namen falsch ausgesprochen zu h&#xF6;ren? Um die Hand &#xFC;ber die Bettkante zu h&#xE4;ngen, und der Hund spielt mit ihr?</span></p>
<p xmlns="" class="MsoNormal"><span style="font-family: &quot;Times New Roman&quot;">Machen Sie die W&#xF6;rter &#x201E;gottverdammt&#x201C; und &#x201E;Mutterficker&#x201C;, einmal nicht als Schimpfw&#xF6;rter gebraucht, verlegen?</span></p>
<p xmlns="" class="MsoNormal"/>
<p xmlns="" class="MsoNormal">Antworten nimmt der Verfasser gern entgegen.</p>
<p xmlns="" class="MsoNormal"/></div></content></entry><entry><title>Ein Tag, 108</title><link rel="alternate" type="text/html" href="http://literaturblog.kaywa.ch/ruth-schweikert/ein-tag-108.html"/><id>http://literaturblog.kaywa.ch/ruth-schweikert/ein-tag-108.html</id><published>2008-04-17T22:21:46Z</published><updated>2008-04-17T22:21:46Z</updated><summary>&#xA0;Ein Tag, 108
1. Einen fulminanten Schlusspunkt wollte ich setzen, eine Bilanz ziehen nach drei Monaten...</summary><author><name>Ruth Schweikert</name></author><contributor><name>Ruth Schweikert</name></contributor><content type="xhtml" xml:lang="de"><div xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"><p xmlns="">&#xA0;Ein Tag, 108<br/></p>
<p xmlns="">1. Einen fulminanten Schlusspunkt wollte ich setzen, eine Bilanz ziehen nach drei Monaten AutorInnenalltagsmitschrift; stattdessen sitze ich m&#xFC;de am Bett des Zehnj&#xE4;hrigen, der lange nicht einschlafen kann, weil er heute von einem Unbekannten aus einem stehenden Auto heraus angesprochen wurde, ob er Panini-Bildli sammle. Der &#xE4;ltere Mann lud den F&#xFC;nftkl&#xE4;ssler ein, sich zu ihm ins Auto zu setzen, er wolle ihm seine Bildli zeigen undsoweiter (zum Gl&#xFC;ck hat R. sich genau richtig verhalten, ist mit seinem Trotti davon gefahren, der Mann zun&#xE4;chst hintendrein, dann liess er ihn ziehen. Mein Mann ruft die Schule und die Polizei an, die sofort einen Streifenwagen losschickt). Die Geschichte klingt, als sei sie schlecht erfunden (oder von D&#xFC;rrenmatt); als h&#xE4;tte sie bloss die Wahl zwischen &#x201E;gr&#xE4;ssliches Schauerm&#xE4;rchen&#x201C; oder &#x201E;einem drittklassigen Film entsprungen&#x201C;. Trotzdem ist sie wahr.<br/>
Rs aufw&#xFC;hlender Anruf erreichte mich um zehn vor vier, mitten in einem hoch spannenden Brainstorming zum (im ersten Blog-Eintrag erw&#xE4;hnten) Theaterprojekt zum Thema Macht. Wir phantasierten zu viert &#xFC;ber die Macht einer m&#xF6;glichen Hauptfigur: ein (vermeintlich) ohnm&#xE4;chtiger, weil abh&#xE4;ngiger Kranker, als innert Sekunden meine BinnenFamilienwelt aus den Fugen geriet, und ich mich f&#xFC;r einen Moment lang wirklich ohnm&#xE4;chtig f&#xFC;hlte. Ohnm&#xE4;chtig, weil ich in diesem Moment nicht dort war, wo R. war; ohnm&#xE4;chtig, weil ich ihn nicht sofort in die Arme nehmen konnte; ohnm&#xE4;chtig, weil dieser Moment nicht durch einen anderen Moment zu ersetzen war.<br/>
<br/>
2. Sp&#xE4;ter feiern wir Ds 19. Geburtstag: trotzdem.<br/>
<br/>
3. Und dann naht die Bookparade: Einmal mehr werden besorgte Eltern, Lehrer und andere p&#xE4;dagogisch Interessierte die Wichtigkeit der Lesef&#xF6;rderung betonen. Als ob das Lesen an und f&#xFC;r sich etwas Gutes sei. Als ob nicht das allermeiste, was heutzutage gelesen und geschrieben wird, Schrott w&#xE4;re (und wom&#xF6;glich auch nichts anderes sein will als eben: Schrott). Ist es nicht eigent&#xFC;mlich: Nachdem man schon das Ende der Schriftkultur bef&#xFC;rchtete, ist das Medium der Schrift mit SMS, Chat und Gratiszeitungen noch einmal so richtig durchgestartet und massentauglich geworden.<br/>
Weit weg allerdings sind wir da von der Schrift als kulturelles Erbe, als Selbstversicherung der eigenen Geschichte. Weit weg auch von der Sprache als Machtinstrument, von der Sprache als Medium, in dem Wissen gespeichert wird...<br/>
<br/>
4. Ach ja, fast h&#xE4;tte ich&#x2019;s vergessen (Achtung, Werbung in eigener Sache): es erscheint nicht nur demn&#xE4;chst das wundersam zauberhaft schnellgeschwinde Blogbuch - auch ein jahrelanges Projekt hat nach etlichen Schwierigkeiten seine Pr&#xE4;sentationsform gefunden: die K&#xFC;nstlerinnen Pascale Gm&#xFC;r und Mara Mars haben &#xFC;ber zehn Jahre hinweg zehn Leute fotografiert &#x2013; je einmal pro Jahr &#x2013; und daraus ein reproduzierbares Objekt generiert. Dazu habe ich ein paar Texte beigesteuert, die mir beim Betrachten der Gesichter eingefallen sind. Eins oder zwei dieser kostbaren Objekte werden am 23. April im Neumarkttheater aufliegen.<br/>
<br/>
5. Das ist kein Schlussatz, aber dennoch ein Abschied.<br/>
<br/></p></div></content></entry><entry><title>In Flipflops, vielleicht</title><link rel="alternate" type="text/html" href="http://literaturblog.kaywa.ch/arja-lobsiger/in-flipflops-vielleicht.html"/><id>http://literaturblog.kaywa.ch/arja-lobsiger/in-flipflops-vielleicht.html</id><published>2008-04-15T22:05:14Z</published><updated>2008-04-15T22:05:14Z</updated><summary>Heute in einer Woche ist die Bookparade. Die B&#xFC;cher lassen sich aus beachtlicher H&#xF6;he aus den Regalen fallen,...</summary><author><name>Arja Lobsiger</name></author><contributor><name>Arja Lobsiger</name></contributor><content type="xhtml" xml:lang="de"><div xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml">Heute in einer Woche ist die Bookparade. Die B&#xFC;cher lassen sich aus beachtlicher H&#xF6;he aus den Regalen fallen, kopf&#xFC;ber, mit einem Doppelsalto, andere falten sich zu einem P&#xE4;ckchen zusammen. Sie stauben sich ab, b&#xFC;geln die Eselsohren aus den Seiten, einige legen sich ein buntes Buchzeichen zwischen die Seiten, manche falten sich auf beim sch&#xF6;nsten Satz. Sie stellen sich vor den Schuhschrank mit der Frage: rote Stiefel, Bergschuhe, Flipflops, Lackschuhe, Highheels, Gummistiefel, Sandalen oder Turnschuhe? Die Flatterigen umwickeln sich mit einem Wollschal, die Schnittigen setzen eine Brille auf, die Kalten eine mit dunklen Gl&#xE4;sern, die Glatzk&#xF6;pfigen eine mit dicken schwarzen R&#xE4;ndern, die Skandal&#xF6;sen ziehen Handschuhe an, die Heissen spannen den Regenschirm auf, die Komischen ziehen sich eine Strickm&#xFC;tze &#xFC;ber die breiten Augenbrauen, die Verwunderten h&#xE4;ngen sich eine Mittwochstasche um, die Stillen k&#xE4;mmen sich und die Konkreten schminken sich die Lippen rot.<br xmlns=""/>
So h&#xFC;pfen, schubsen, stolpern, schleichen, stolzieren, schlurfen die B&#xFC;cher aus den H&#xE4;usern heraus auf Z&#xFC;richs Strassen und Gassen, manch ein Leser winkt ihnen nach, oder eine Leserin rennt ihnen gar hinterher. Andere B&#xFC;cher haben sich heimlich davon gemacht. Normalerweise gehen B&#xFC;cher nicht aus. Sie gehen auf und klappen zu, fliegen durch die Luft, fangen G&#xE4;hnen und Tr&#xE4;nen auf, schaukeln in Handtaschen und Koffern, schauen zum Zugfenster hinaus oder ins Frotteetuch auf feuchtem Gras. Aber nie gehen sie aus.<br xmlns=""/>
Wir k&#xF6;nnen uns auf sie verlassen, sie sind immer f&#xFC;r uns da. Nur am 23. April werden sie uns untreu, es heisst: B&#xFC;cher auf die Strasse. Sie demonstrieren sich uns f&#xFC;r einmal laut, sie wollen vorgelesen werden, ein h&#xF6;rbares Zeichen setzen. Sie wollen sagen: Hallo, wir sind da, es gibt uns, schreibt und sprecht mit uns, lasst euch unterhalten, denkt nach, vergesst uns nicht, gestaltet lesend die Geschichte mit. Und sammelt sorgf&#xE4;ltig Buchstaben auf, LEST!<br xmlns=""/>
Nach einem langen Tag und einer durchbuchstabierten, verlesenen Nacht kommen die B&#xFC;cher, eines nach dem anderen, m&#xFC;de nach Hause, Rauch und Schweiss umgibt sie noch und vereinzelte Flecken bleiben auf den Seiten zur&#xFC;ck. Sie schl&#xFC;pfen aus den Schuhen, lassen auf dem Weg Schal und Brille fallen. Einige legen im Aufzug die Beine hoch, andere schlafen auf der zweiten Treppenstufen ein, weitere steigen tapfer das Regal hoch, schmiegen sich Buchdeckel an Buchdeckel zwischen die Dagebliebenen. Dort bleiben sie, bis wir in ihnen lesen, sp&#xE4;testens an der n&#xE4;chsten Bookparade.<br xmlns=""/>
<br xmlns=""/></div></content></entry><entry><title>S.C., Ex-Blogger in spe</title><link rel="alternate" type="text/html" href="http://literaturblog.kaywa.ch/simon-chen/sc-ex-blogger-in-spe.html"/><id>http://literaturblog.kaywa.ch/simon-chen/sc-ex-blogger-in-spe.html</id><published>2008-04-14T22:05:50Z</published><updated>2008-04-14T22:05:50Z</updated><summary>
 
Bild: (ganz links aussen) Schwarzer Blog
&#xA0;
 
Die Bezeichnung Schriftsteller will und muss ich mir noch erschreiben,...</summary><author><name>Simon Chen</name></author><contributor><name>Simon Chen</name></contributor><content type="xhtml" xml:lang="de"><div xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"><img xmlns="" border="0" src="http://literaturblog.kaywa.ch/files/images/2008/3/mob61_1206789249.jpg"/>
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<p xmlns="" class="MsoBodyText"><span style="font-weight: normal">Bild: (ganz links aussen) Schwarzer Blog</span></p>
<p xmlns="" class="MsoBodyText">&#xA0;</p>
<p xmlns="" class="MsoBodyText"><span style="font-style: normal"><!--[if !supportEmptyParas]--> <!--[endif]--></span></p>
<p xmlns="" class="MsoBodyText"><span style="font-weight: normal; font-style: normal">Die Bezeichnung Schriftsteller will und muss ich mir noch erschreiben, hoffe aber, sie dann nicht mehr zu verlieren. Blogger darf ich mich jetzt schon nennen, bin aber ab n&#xE4;chster Woche wieder Ex-Blogger. Bloggen war Neuland f&#xFC;r mich und wird wohl ein Ausflug bleiben. Obwohl sich meine h&#xE4;rtesten Vorurteile gegen&#xFC;ber den interaktiven Weblogs eigentlich nicht best&#xE4;tigt haben, bleibt eine grunds&#xE4;tzliche Skepsis. Ich erlebe das World Wide Web als virtuelle Parallelwelt, als seltsame, undurchschaubare &#xD6;ffentlichkeit. Theoretisch k&#xF6;nnten dich Abermillionen lesen, aber kein Mensch weiss, wie viele es tats&#xE4;chlich sind. Und vor allem wer es ist. So wie der Blog-Autor selbst bleiben seine Kommentatoren, auch wenn sie sich nicht hinter anonymen Namen verschanzen, in erster Linie Internetuser, irgendwo. Aufgrund der Kommentare kann ersterer letzteren zwar Gesicht und Charakterz&#xFC;ge aninterpretieren, sie sind jedoch m&#xF6;glicherweise v&#xF6;llig unzutreffend (schon das Geschlecht ist bei einem Nickname ungewiss), man weiss es einfach nicht; mehr als ein echtes menschliches Gegen&#xFC;ber stellt eine Internet-Identit&#xE4;t eine Projektionsfl&#xE4;che dar. (Ich kann mir vorstellen, dass die ersten, Benutzer von Telefonen die Stimme am anderen Ende ebensowenig mit einem klaren Bild eines Menschen aus Fleisch und Blut in Verbindung bringen konnten). Bloggen und kommentiert werden ist ein wenig wie eine Lesung mit anschliessender Diskussion in der Blinden Kuh. Der Blogger steht auf einer virtuellen B&#xFC;hne, doch auch seine Kommentatoren k&#xF6;nnen ihm und allen anderen Lesern etwas vormachen. Diese Schein&#xF6;ffentlichkeit scheint mir noch viel mehr auf Schein aufgebaut zu sein als die herk&#xF6;mmliche Realit&#xE4;t. F&#xFC;r mich und meine Arbeit ist Internet nicht mehr wegzudenken, aber ich scheue mich, mehr als n&#xF6;tig in seine Untiefen hineinzugeraten. Chats, Blogs, Myspace und dergleichen geh&#xF6;ren f&#xFC;r mich dazu und sind nicht mein Platz. Ich glaube, irgendwie m&#xF6;chte ich f&#xFC;r mich die Grenze von der handfesten Realit&#xE4;t zur zwar weltumspannenden, aber virtuellen Bildschirmwirklichkeit aufrechterhalten. Aber ich gebe zu, mit der Weigerung, diese E-(ntmaterialisierte)Kommunikation als neue Realit&#xE4;t oder zumindest als Teil der Realit&#xE4;t zu akzeptieren, komme ich mir ein bisschen vor wie ein Starrsinniger, der den Fall der Mauer noch immer nicht wahrhaben will.</span></p>
<p xmlns="" class="MsoBodyText"><span style="font-weight: normal; font-style: normal">Sehr oft ist Bewertung oder Diskussionen &#xFC;ber Kunst m&#xFC;ssig. Andererseits bleibt Kunst ohne offene Auseinandersetzung l&#x2019;art pour l&#x2019;art. Und dieser Austausch fehlt mir manchmal im wirklichen Leben. Insofern sind Diskussionen durchs Kabel besser als gar keine, lieber online als allein. W&#xE4;ren diese Eintr&#xE4;ge in einer Zeitungskolumne erschienen, die Feedbacks w&#xE4;ren ausgeblieben und ich h&#xE4;tte noch weniger Vorstellung von meiner Leserschaft.</span></p>
<p xmlns="" class="MsoBodyText"><span style="font-weight: normal; font-style: normal">Blogs sollten nat&#xFC;rlich kein Ersatz sein f&#xFC;r leibhaftige Gespr&#xE4;che, aber man kann ihnen zugute halten, dass sie eine geeignete Plattform sind f&#xFC;r interessierte Menschen, denen ausserhalb dieses gesch&#xFC;tzten Rahmens der Mut zur Meinungs&#xE4;usserung fehlen w&#xFC;rde (ich meine jetzt nicht die Feiglinge, es gibt ja auch kluge, aber sch&#xFC;chterne Menschen). Dagegen ist ja nichts einzuwenden.</span></p>
<p xmlns="" class="MsoBodyText"><span style="font-weight: normal; font-style: normal">Fazit: Blogs find ich gut. Sind aber nicht ganz meine Sache. Ich werde ich mich davor h&#xFC;ten, in den Blogsog zu geraten oder gar der Kommentatis anheimzufallen. Ich m&#xF6;chte damit keineswegs all die gesch&#xE4;tzten Kommentatoren pathologisieren, aber in meinem Fall k&#xF6;nnte Bloggen leicht zu einer Sucht f&#xFC;hren, ein Kommentar zieht den n&#xE4;chsten nach sich usw., was mir letztlich ganz einfach zu zeitraubend w&#xE4;re. Aber eine gute Schreib&#xFC;bung war es allemal, ein Ausprobieren einer neuen literarischen (?) Gattung, etwas zwischen Tagebuch und Kolumne, spontan reflektierte Gedanken sozusagen.</span></p>
<p xmlns="" class="MsoBodyText"><span style="font-weight: normal; font-style: normal"><br/>
Danke f&#xFC;r ihr treues Online-Sein, einmal haben wir noch!</span></p>
<p xmlns="" class="MsoNormal"><span style="font-size: 10pt"><!--[if !supportEmptyParas]--> <!--[endif]--></span></p></div></content></entry></feed>
